Apple iPad – quo vadis, malus?

Apple baut die besten Tablets. Das gilt wohl nach wie vor. Warum ich mir auch als Apple-Fanboy dennoch verwundert die Augen reibe, maßlos enttäuscht bin und Apples Produkt- und Preispolitik so gar nicht mehr nachvollziehen kann, erfährst Du hier.

Das neue iPad Pro

Sei mir nicht böse, wenn ich die neue Generation der iPad Pro Modelle hier nicht in allen Einzelheiten vorstelle. Das ist nämlich gar nicht nötig. Es hat sich schlicht nichts verändert – außer dem SOC, den nun der aktuelle Apple M2 darstellt. Ach so, ja, stimmt, ich vergaß, zu erwähnen, dass sich noch etwas ganz Entscheidendes verändert hat. Nicht nur der Prozessor ist größer geworden, sondern natürlich auch der Preis. War es bisher möglich, in die iPad Pro Klasse mit 879,-€ einzusteigen, geht es nun bei 1.049,-€ los.

Für diesen Preisaufschlag gibt es natürlich jede Menge Gegenwert, oder? Na ja, das ist Ansichtssache. Der neue Prozessor ist zwar eine Verbesserung, aber eine Verbesserung, die noch niemand sinnvoll nutzen kann und die vermutlich erst in Jahren einen produktiven Mehrwert liefert, braucht eigentlich niemand, oder? Sehr ähnlich verhält es sich mit WiFi 6e – sensationelle Technologie, die endlich auch im WLAN wirklich hohe Geschwindigkeiten ermöglicht! Leider erreichen unsere Internetgeschwindigkeiten in Deutschland dieses Level noch sehr lange nicht und bis dann auch noch bezahlbare Router auf dem Markt sind, die damit umgehen können, werden wohl auch noch Jahre vergehen.

Eine weitere Technologie also, die noch kaum jemandem einen Mehrwert bietet. Und dann ist da ja noch die neue 3D-Stifterkennung, die auf den zweiten Blick dann doch gar nicht so neu ist, denn Samsung bietet dieses Feature schon seit über 10 Jahren beim Galaxy Note an. Es mag ja sein, dass diese Funktion für so manche Software-Evolution sorgen wird und kreative Mal- und Zeichenprofis damit noch produktiver werden. Aber ich gehe nicht davon aus, dass ein signifikant hoher Anteil der iPad Pro Nutzer professionell am iPad malt oder zeichnet.

Ja, man kann mit Hilfe von Drittanbietersoftware (!) die neue Media Engine des M2 Prozessors im neuen iPad Pro durchaus ausnutzen. Also professioneller Videobearbeiter, der mit dem Apple ProRes Format arbeitet, lässt sich der Workflow durchaus vermutlich spürbar beschleunigen. Dummerweise braucht man dafür nicht nur die 12.9″ Version mit mindestens 1TB Speicher, sondern auch das Magic Keyboard. Ein entsprechend ausgestattetes neues iPad Pro wird allerdings mindestens so teuer wie ein neues 14″ MacBook Pro, das sich um Welten besser für den professionellen Videoschnitt eignet.

Bleibt also als Fazit für das neue iPad Pro: Nutzlose Verbesserungen und deutlicher Preisanstieg. Bravo, Apple!

Das neue iPad

Man nehme ein bereits etwas älteres Gehäuse, stecke etwa zwei Jahre alte Hardware hinein und fertig ist das Budget iPad, das Brot-und-Butter-Modell für fast alle, das perfekte Gerät für Schule und Studium. Richtig? Ja, denn so macht es Apple bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich und im Grunde haben die Marketing-Profis in Cupertino dieses Mal keine Ausnahme gemacht. So entstand das neue iPad der 10. Generation. Die Hardware entspricht beinahe exakt der des iPad Air der 4. Generation, weswegen ich auch hier getrost auf eine genauere Beschreibung verzichten kann.

Na gut, es gibt neue, knalligere Farben. Außerdem ist die Selfie-Kamera in die Mitte der Längsseite gerutscht, was tatsächlich mal eine lange ersehnte Verbesserung darstellt. Endlich sieht es bei Videokonferenzen nicht mehr so aus, als würde man am Gegenüber vorbeischauen. Das war es dann aber leider auch schon mit den echten Vorteilen. Oder doch nicht? Nein, es gibt da noch eine Innovation, die endlich alle Probleme des mobilen Arbeitens mit dem Apple Pencil löst! Apple hat schlicht darauf verzichtet, den Apple Pencil der 2. Generation zu unterstützen, der magnetisch am iPad hält und induktiv aufgeladen wird. Stattdessen lässt sich das iPad der 10. Generation nach wie vor mit dem Apple Pencil der 1. Generation betreiben. Schön für alle, die bereits einen Apple Pencil der 1. Generation besitzen. Weniger schön allerdings, dass sich dieser gar nicht so ohne weiteres am neuen iPad laden lässt. Dafür muss ein neuer Adapter her und natürlich auch noch ein USB-C Kabel, denn sonst wäre es ja doof. Endlich kann man mit einem per Kabel angeschlossenen Apple Pencil arbeiten und braucht keine Angst mehr zu haben, dass diesem während der Arbeit der Saft ausgeht. Schreiben, so lange das iPad selbst noch Akku hat. Wow, einfach phänomenal. Eine beinahe schon Edinson’sche Innovation!

Aber gut, immerhin hat man nun ein modernes Design mit USB-C Anschluss, dünneren Rändern und gänzlich neuer Tastatur (die bisherigen Tastaturen oder das Magic Keyboard für Pro und Air sind natürlich nicht kompatibel), aber dafür bekommt man jetzt doch ein fast schon professionelles Modell zum EInstiegspreis, oder?

Das kommt darauf an, was man unter einem Einstiegspreisen versteht. Leider steigt dieser nämlich von 379,-€ auf 579,-€!!! WTF, Apple, seid Ihr denn komplett wahnsinnig geworden? Manchmal bin ich froh, keine schulpflichtigen Kinder zu haben. Wenn ich dann beispielsweise das iPad als Arbeitsgerät fürs Studium verwenden will und darum zur 256GB Version mit 5G greife und neben dem Apple Pencil noch das neue Magic Keyboard Folio dazu nehme, komme ich auf stolze 1.397,-€. Ein MacBook Air mit M1 Prozessor kostet satte 200€ weniger!

Fazit

Es mag ja sein, dass Apple nach wie vor die Weltbesten Tablets baut und ich bin selbst im Apple Ökosystem beheimatet und nutze auch ein iPad fürs Studium. Dummerweise kann ich nicht so einfach das Ökosystem wechseln, denn die Apps, die ich nutze, gibt es entweder für Android gar nicht oder in leider schlechterer Qualität und ich müsste alles neu kaufen, was sich trotz der hohen Preise bei Apple dann doch wieder nicht lohnt. Dennoch ziehe ich hier ganz bewusst kein Fazit, sondern drehe mich einfach auf dem Fuße um und wende mich irgendwelchen erfreulicheren Themen zu, wie beispielsweise einem sozialwissenschaftlichen Vergleich von der Wissenschaft Sozialer Arbeit mit der Wissenschaft Sozialer Pädagogik… Sorry, Leute, das kann sich ja niemand mit ansehen, ohne zu verzweifeln… Ich bin dann mal weg

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